Morgenzeitung

Vom Schreibtisch

Regeln, Reformen und eine Institution in Sachen Rechtschreibung: Eine kurze Geschichte des „Dudens“

Jeder kennt ihn. Fast alle, die schreiben, benutzen ihn: den „Duden. Die deutsche Rechtschreibung“. Das klassisch gelbe Wörterbuch erschien 2017 in nunmehr 27. Auflage. Die vorerst letzte Ausgabe des Rechtschreibdudens ...
Jeder kennt ihn. Fast alle, die schreiben, benutzen ihn: den „Duden. Die deutsche Rechtschreibung“. Das klassisch gelbe Wörterbuch erschien 2017 in nunmehr 27. Auflage. Die vorerst letzte Ausgabe des Rechtschreibdudens wartet mit annähernd 140.000 Einträgen und etwa 5.000 neuen Stichwörtern auf: ein Standardwerk und ein Spiegel unserer Sprachkultur. Seine Erfolgsgeschichte reicht ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts zurück.

Kleinstaaterei, politische Zersplitterung und wild wuchernde orthografische „Hausregeln“ in jedem einzelnen Landkreis, jeder Schule, jeder Behörde und jedem Buchverlag: So sah Deutschland vor anderthalb Jahrhunderten aus. 1871 machte der neu gegründete deutsche Nationalstaat dem Nebeneinander von fünfundzwanzig souveränen Einzelstaaten ein Ende. Und etwa zur selben Zeit setzte sich der Historiker, Germanist und Philologe Konrad Duden für eine deutschlandweit verbindliche Orthografie ein. Duden war als Gymnasialdirektor im thüringischen Schleiz tätig, als er „Die deutsche Rechtschreibung“ herausbrachte. 1872 war das. Der Prototyp des „Dudens“ enthielt Rechtschreibregeln und ein Wörterverzeichnis für den Schulgebrauch: Konrad Duden katapultierte sich schlagartig in den Kreis der Experten um die deutsche Orthografie und Grammatik hinein.

Orthografie, Grammatik, Interpunktion: Kurze Geschichte des Dudens und der deutschen Rechtschreibung
Im Januar 1876 nahm er an den Berliner „Verhandlungen zur Herstellung größerer Einigung in der deutschen Rechtschreibung“ teil. Etwas später fand sein „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ landesweit Verbreitung. 1880 im Leipziger Verlag „Bibliographisches Institut“ veröffentlicht, bot der sogenannte „Urduden“ rund 27.000 Stichwörter: nicht nur für den Schulalltag, sondern gleichfalls für den allgemeinen Gebrauch. Konrad Duden berücksichtigte bayrische Standards, orientierte sich jedoch vordergründig an preußischen Regeln. Preußen war unter Otto von Bismarck zu federführender Macht aufgestiegen und hatte die deutsche Reichsgründung vorangetrieben – Jahre später trat die preußische Rechtschreibung ihren Siegeszug in ganz Deutschland an. Dass ausgerechnet Bismarck gegen die bindende Anwendung preußischer Schreibweisen Stellung bezog, gehört zu den Kapriolen der Geschichte.

Eine wirkliche Einheitsorthografie ließ bis ins frühe 20. Jahrhundert auf sich warten. Wiederum in Berlin und unter Mitwirkung von Konrad Duden abgehaltene „Beratungen über die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung“ machten die Orthografie preußischer Herkunft amtlich. Die Beratungsbeschlüsse vom Juni 1901 gingen in die 7. Auflage des „Dudens“ ein. Konrad Duden wurde von mehreren Verlagsmitarbeitern unterstützt: Die Dudenredaktion nahm ihre Arbeit auf. Ihr 1902 herausgegebenes „Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ brachte trotz landesweiter Einheitlichkeit allerdings keine Eindeutigkeit. Weil noch immer etliche Schreibweisen zulässig waren, führte auch dieser „Duden“ mehrere Varianten pro Stichwort.

Buchdruckervereine hingegen drängten auf unmissverständliche Lösungen. Konrad Duden kam ihrem Wunsch mit seinem 1903 herausgegebenen „Buchdruckerduden“ nach. Sechs Jahre später gewannen Pläne Gestalt, die Regelwerke beider Ausgaben zusammenzuführen. Diese 9. Auflage des „Dudens“ enthielt reduzierte Schreibvarianten und kam 1915 heraus. Duden selbst erlebte die verbindliche Festschreibung der deutschen Orthografie jedoch nicht mehr mit.

Wider die Verbindlichkeit des „Dudens“: Von der Einheitsorthografie zur neuen deutschen Rechtschreibung


Konrad Duden starb am 1. August 1911: das Manuskript der Klarheit stiftenden „Duden“-Ausgabe auf dem Schreibtisch. Die Dudenredakteure des Leipziger „Bibliographischen Instituts“ führten seine Arbeit zugunsten einer einheitlichen Rechtschreibung weiter. Die Jahre hindurch geriet ihre Wortauswahl zum Spiegel des Zeitgeistes. Im „Duden“ sammelten sich Vokabeln des Nationalsozialismus, eine bereinigte Nachkriegssprache und Stichworte aus dem ost- und westdeutschen Sprachgebrauch.

Mit der deutschen Teilung zerfiel der „Duden“ in eine Ausgabe Ost und eine Ausgabe West. Kollegialer Austausch verbot sich in Zeiten des Kalten Krieges. Dennoch lieferten beide Dudenredaktionen nahezu identische Schreibweisen gleicher Begriffe: Konrad Dudens Prinzip der Einheitsorthografie hatte sich durchgesetzt. Und kaum ein Jahr nach der Wiedervereinigung wurde auch der Wortschatz beider Teile Deutschlands wieder eins – im „Einheitsduden“ vom August 1991.

Damals waren die Initiativen um eine neue, nicht mehr von der Dudenredaktion herausgegebene Rechtschreibung bereits in vollem Gange. 1955 hatten die Kultusministerien Westdeutschlands die Orthografie des „Dudens“ bis zu amtlichen Neuregelungen für verbindlich erklärt. Diese Neuregelungen wurden in den Achtzigerjahren konkret und mündeten in der Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung. Beteiligt waren: das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache, die Wiesbadener Gesellschaft für deutsche Sprache und (unter anderem) der Internationale Arbeitskreis für Orthographie. Letzterer gab 1995 eine Alternative zum „Duden“ heraus: die „Deutsche Rechtschreibung. Regeln und Wörterverzeichnis“. Für zukünftige Auflagen sorgte der im staatlichen Auftrag tätige Rat für deutsche Rechtschreibung. Die Dudenredaktion bekam Konkurrenz.

Die neue Rechtschreibung selbst galt ab dem 1. August 1998: mit Übergangsregelungen bis ins Jahr 2005 hinein. 2006 wurden neuerliche Änderungen vorgeschlagen und gebilligt. Ebenfalls 2006 listete die 24. Auflage des „Dudens“ alle zulässigen Schreibweisen. Stichwörter mit Variantenschreibungen waren nun mit Empfehlungen der Dudenredaktion versehen. Fast könnte man an die Zeit vor 1903, vor der eindeutigen Orthografie des „Buchdruckerdudens“ zurückdenken. Ob das Schreiben mit der Rechtschreibreform wirklich leichter geworden ist? Das mag jeder für sich beantworten.

Von neuer deutscher Rechtschreibung und italienischer Küche

Nach kurzen Vokalen „ss“ statt „ß“ zu schreiben, konnte ich mir am leichtesten merken. „Orthographie“ in „Orthografie“ und „Geographie“ in „Geografie“ umzuwandeln, war auch ganz leicht. Ein simples „t“ statt „th“ ...
Nach kurzen Vokalen „ss“ statt „ß“ zu schreiben, konnte ich mir am leichtesten merken. „Orthographie“ in „Orthografie“ und „Geographie“ in „Geografie“ umzuwandeln, war auch ganz leicht. Ein simples „t“ statt „th“ fand ich gewöhnungsbedürftig: „Tunfisch“ statt „Thunfisch“ zum Beispiel. Und angepasste Fremdwörter wie „Ketschup“, „Spagetti“ und „Pannacotta“ – nun ja. Umlernen mussten wir alle, und zwar ab August 1998. Damals wurde sie eingeführt, die neue deutsche Rechtschreibung. Die als „Schlechtschreibreform“ verspotteten Neuerungen verdanken wir der (west-)deutschen Kultusministerkonferenz. Und natürlich der Arbeit etlicher Verbände und Kommissionen. Deren Initiativen reichten bis in die Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts zurück.

Neue deutsche Rechtschreibung und italienische Küche: Geschichte der Rechtschreibreform
1985: Die am Mannheimer Institut für Deutsche Sprache tätige Kommission für Rechtschreibfragen gibt „Die Rechtschreibung des Deutschen und ihre Neuregelung“ heraus.
1987: Die Kultusministerkonferenz und das Innenministerium der BRD beauftragen das Institut für Deutsche Sprache, gemeinsam mit der Wiesbadener Gesellschaft für deutsche Sprache neue Rechtschreibregeln zu entwickeln.
1988 bis 1994: Der seit 1980 bestehende Internationale Arbeitskreis für Orthographie und das Institut für Deutsche Sprache legen mehrere Konzepte vor. Ihre Vorschläge werden im November 1994 gebilligt.
1995: Die Kultusministerkonferenz beschließt, die neue Rechtschreibung zum August 1998 einzuführen. Bis zum Sommer 2005 sollen Übergangsregelungen gelten.
1996: Die Dudenredaktion bringt ihren „Reformduden“ mit allen amtlichen Neuerungen heraus. Etwas später erscheint die von Internationalen Arbeitskreis für Orthographie betreute „Deutsche Rechtschreibung: Regeln und Wörterverzeichnis“.
1998: Am 14. Juli weist das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde gegen die Einführung der neuen Rechtschreibung zurück. Letztere tritt am 1. August in Kraft.

Da die vereinbarten Übergangsregelungen erst sieben Jahre später ausliefen, galt neben „neu“ gleichfalls „alt“. Behörden, Nachrichtenagenturen und die Presse stellten nach und nach auf die neue Rechtschreibung um. Dass so manche Zeitungsredaktion zu den alten und erneut zu den neuen Regeln zurückkehrte, sorgte für anhaltendes Durcheinander. Eine ganze Reihe von Verbesserungs- und Kompromissvorschlägen auch. Querelen, heftige Kritik und ebenso heftige Verteidigungsreden gehörten fast schon zur Tagesordnung.

2004: Kritiker und Befürworter der Reform schließen sich im Rat für deutsche Rechtschreibung zusammen. Experten aus Deutschland und aus dem deutschsprachigen Ausland versuchen, den Interessen beider Lager entgegenzukommen.
2006: Die staatlichen Stellen billigen die vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgelegten Änderungsvorschläge. Diese revidierte Rechtschreibung gilt ab 1. August. Sie geht in die nunmehr vom Rechtschreibrat herausgegebene „Deutsche Rechtschreibung: Regeln und Wörterverzeichnis“ ein. Parallel führt die 24. Auflage des „Dudens“ alle gültigen Schreibweisen pro Wort. Sind mehrere Schreibungen zulässig, spricht der „Duden“ Empfehlungen aus.
2010: Der Rat für deutsche Rechtschreibung empfiehlt Anpassungen des amtlichen Wörterverzeichnisses an den tatsächlichen Sprachgebrauch. Seine Mitglieder beobachten und entwickeln ihre „Deutsche Rechtschreibung“ auf Grundlage ihrer Beobachtungen weiter.

Die neue Rechtschreibung wurde harsch als staatliche Gängelung kritisiert: von oben verordnet und gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt, wie Schriftsteller von Rang und Namen wetterten. Inzwischen gehen die Präferenzen der Schreibenden unter uns in die „Deutsche Rechtschreibung“ ein. Und an alles Übrige habe zumindest ich mich gewöhnt. Selbst an „Ketschup“, „Spagetti“ und „Pannacotta“.

Arbeit am Text: Lektorat und Korrektorat

Worin unterscheiden sich Lektorat und Korrektorat? Reicht die automatische Rechtschreibprüfung für die Textkorrektur aus? Und mit welchen Tricks kann man eigene Manuskripte korrigieren? Arbeit am Text ist ...
Worin unterscheiden sich Lektorat und Korrektorat? Reicht die automatische Rechtschreibprüfung für die Textkorrektur aus? Und mit welchen Tricks kann man eigene Manuskripte korrigieren? Arbeit am Text ist komplex und fordernd – aber unerlässlich, um Themen und Inhalte optimal zur Geltung zu bringen.

Texte lektorieren


Das klassische Lektorat schließt eine ganze Reihe von Aufgaben ein: die Korrektur von Orthografie, Grammatik und Interpunktion ebenso wie die Prüfung formaler, stilistischer und inhaltlicher Kriterien. Einem professionellen Lektor hilft die Distanz. Er bearbeitet Texte aus fremder Hand, urteilt also aus objektiver und sachlicher Perspektive.

Auch wer selbst schreibt und die eigenen Texte lektoriert, braucht Abstand. Ich persönlich überprüfe Geschriebenes am nächsten Arbeitstag zum ersten Mal. Im Verlauf der Zeit nehme ich zwei bis drei ausführliche Textkorrektorate vor. Lassen mir große Projekte ausreichend Spielraum, erlaube ich mir Abstände von ein bis zwei Wochen: Unlogische Gliederungen und inhaltliche Wiederholungen fallen umso leichter ins Auge. Im Zweifelsfall hilft das Feedback von außen. Wer seine Texte gegenlesen lässt, kommt der eigenen Betriebsblindheit zuvor. Optimal, wenn kritische Leser zum Freundes- und Bekanntenkreis gehören. Und wenn nicht, sind die Kosten für ein professionelles Lektorat gut investiert.

Lektorat und Korrektorat: Beim Korrekturlesen geht es um korrekte Grammatik, Orthografie und Interpunktion - ein Lektor optimiert darüber hinaus Ausdruck und Sprachstil

Texte korrigieren


Im Gegensatz zum Lektorat dreht sich das Korrektorat allein um Grammatik, Orthografie und Interpunktion. Buchstabendreher, Rechtschreibfehler, falsche Satzzeichen oder falsche Numerus- und Kasusformen schleichen sich in jeden Text ein. Automatische Tools versprechen unkomplizierte Hilfe. Doch Rechtschreibprogramme können lediglich unterstützen – niemals aber das Korrektorat durch einen wachen, akribischen Geist ersetzen. Software spürt weder alle Fehler auf noch erfasst sie Sinn- und Satzzusammenhänge: den Unterschied zwischen „Der Lektor bearbeitet ihren Text“ und „Der Lektor bearbeitet Ihren Text“ zum Beispiel.

Ich nutze Korrekturprogramme gleich zu Anfang und lege dann selbst Hand an. Dazu muss ich mein Leseverhalten überlisten. Denn der durchschnittliche Leser erfasst nicht einzelne Buchstaben, sondern ganze Wörter und Wortgruppen. Bekanntes wird schlagartig verstanden und eingeordnet. Daher darf ein Korrektor nicht lesen: Um Texte effektiv zu überarbeiten, muss er sich jedes Wort anschauen.

Eigene Texte korrigieren


Eigene Manuskripte auf Vordermann zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Jeder Autor weiß, was er geschrieben hat. Deshalb denkt er seinen Text schneller und kompromissloser als unabhängige Leser. Er sieht, was er sehen will. Orthografische und grammatische Fehler verschwinden: Ein professionelles Korrektorat in Auftrag zu geben lohnt. Korrigieren zu lassen, hilft mir selbst jedoch nur bedingt. Ich arbeite bereits seit einigen Jahren als Texterin und Ghostwriterin – um Auftragstexte zu überprüfen, nutze ich folgende Techniken:
  • Texte ausdrucken: Ausgedrucktes zu lesen strengt weniger an, als Texte am Bildschirm zu verfolgen. Fehler werden leichter erkannt. Und andere als die gewohnten Schriftarten verfremden das Textbild: Ungewohntes schafft neue Perspektiven.
  • Rückwärts lesen: Liest man Texte von hinten nach vorn, liegt die Aufmerksamkeit nicht mehr auf Inhalt und Sinn – sondern auf dem einzelnen Wort und möglichen Rechtschreibfehlern. Grammatische Fehler bleiben bei dieser Methode jedoch unerkannt.
  • Pausen machen: Spätestens nach einer Stunde Korrektorat eine kurze Pause machen. Das gönnt den Augen Erholung und dem Geist Entspannung.
  • Mehrere Korrekturdurchgänge: Bei mehrmaligem Lesen kann jeweils Unterschiedliches überprüft werden. Beim ersten Korrektorat zählt die Grammatik, dann die Orthografie und zu guter Letzt die Interpunktion. Gezieltes Suchen führt zu höherer Trefferquote.
Aber ich gebe zu: Obwohl gründliche Textarbeit zu meinem Beruf gehört, habe auch ich meine Buchmanuskripte von Kollegen korrigieren lassen – und mir ein großes Stück Bequemlichkeit gekauft.

Qualitative Texte zu Dumpingpreisen? Ein Testbericht

Ich habe investiert. Ganze 13,27 Euro für zwei Textbeiträge, in Auftrag gegeben bei einer der führenden Billigbörsen: bei Textbroker. Man wirbt mit „Unique Content ...
Ich habe investiert. Ganze 13,27 Euro für zwei Textbeiträge, in Auftrag gegeben bei einer der führenden Billigbörsen: bei Textbroker. Man wirbt mit „Unique Content, der nicht nur Suchmaschinen, sondern auch Ihre Kunden überzeugt“. Und man verspricht einen „Pool von tausenden qualifizierten Textern“. Wie viel Qualität bekommt man für wenige Euro, wollte ich wissen. Und fährt tatsächlich gut, wer Sachtexte zu Tiefstpreisen in Auftrag gibt? Eines vorweg: Bei beiden gelieferten Manuskripten bleibt viel Luft nach oben.

Meine Versuchsanordnung


Textbroker bietet Auftraggebern unterschiedliche Qualitäts- und Preisstufen an: von der kostengünstigsten Zwei-Sterne-Kategorie zu 1,3 Cent pro Wort bis zu fünf Sternen und Preisen von 6,5 Cent pro Wort. Hinzu kommen die gesetzliche Mehrwertsteuer und pro Auftrag 35 Cent Bearbeitungspauschale.

Einen Drei-Sterne-Text und einen Vier-Sterne-Text möchte ich haben. Bei drei Sternen darf ich eine „nahezu fehlerfreie“ und „schnelle Bearbeitung der Aufträge“ erwarten. Für vier Sterne soll ich hingegen „gute, flüssig lesbare Texte für gehobene Ansprüche“ erhalten. Allerdings habe ich meine Erwartungen heruntergeschraubt. Dass für Billigbörsen tätige Texter ebenso gründlich arbeiten wie fair bezahlte Profis, halte ich für unwahrscheinlich. Dennoch lege ich Wert auf annehmbar gegliederte Manuskripte, inhaltliche Richtigkeit, angemessenen Ausdruck und weitgehend fehlerfreie Rechtschreibung – kurz: auf halbwegs tragbare Texte.

Schnorrer mit Pappschild – Rat: 50 Cent, guter Rat: 2 Dollar

Meine Textaufträge


Um einen Auftrag einzustellen, muss ich die gewünschte Mindest- und Höchstwortzahl angeben. Relevante Keywords und deren Häufigkeit kann ich festlegen. Für alles Weitere empfiehlt mir Textbroker aussagekräftige Briefings: Hinweise zu Textart und Zielgruppe, zur sprachlichen Form, zur Gliederung und zu inhaltlichen Details. Doch wer auf derlei Vorgaben verzichtet, verzichtet. Dann bleiben notwendige Grundlagen für das Gelingen eines Textes auf der Strecke. Umgekehrt erhält keinerlei Unterstützung, wer noch gar nicht weiß, wen er eigentlich ansprechen möchte. Oder welcher Sprachstil am besten passt. Niemand kitzelt fehlende Informationen aus planlosen Auftraggebern heraus, niemand bietet Beratung an.

Ich selbst lasse einen Drei-Sterne-Text über das Repertoire und die anstehenden Premieren der Oper Leipzig schreiben. Bei meinem Vier-Sterne-Auftrag soll es um den Fitnessanbieter LES MILLS und dessen Langhantelprogramm BODYPUMP gehen. In beiden Fällen treffe ich klare Aussagen zu allen wesentlichen Gestaltungskriterien: nachzulesen unter Briefing: Oper Leipzig und Briefing: LES MILLS BODYPUMP.

„Meine“ Autoren


Den Text über die Oper Leipzig verfasst ein pensionierter Kriminalbeamter namens „Dallwitz“. Der Beitrag über LES MILLS BODYPUMP stammt von „Liz“: laut Autorenprofil Foodstylistin von Beruf. Textbroker hat ihre bisherige Arbeit bewertet. Wer für die Plattform schreiben möchte, muss einen Probetext vorlegen und wird als Zwei-Sterne-Autor, Drei-Sterne-Autor oder Vier-Sterne-Autor eingestuft. Auch bei späteren Kundenaufträgen folgt eine Prüfung von Gliederung, Sprachstil, Rechtschreibung und Grammatik. Die Qualität jedes Texters misst sich am Durchschnitt aller erstellten Manuskripte. Inhaltliche Fehler fließen jedoch nicht in die hauseigene Autorenbewertung ein.

Die gelieferten Texte


„Dallwitz“ und „Liz“ geben ihre Texte Saison 2016/2017 in der Oper Leipzig und LES MILLS BODYPUMP in weniger als 24 Stunden frei. Im Drei-Sterne-Text über die Oper Leipzig finde ich Kommafehler, unschöne Wortwiederholungen und ganze Sätze ohne wirklichen Mehrwert. Zudem weichen mehrere Opern- und Veranstaltungstitel von der Eigenschreibweise der Oper Leipzig ab. Einzelne Terminangaben sind falsch, referierte Inhalte wurden unausgewogen gewichtet. Und einige angeforderte Informationen fehlen. Mein Kommentar fasst alle diese Punkte zusammen. Als Hauptproblem empfinde ich die Gliederung: chronologisch statt thematisch, eher ungeordnet statt klar. Ich stelle dem abgegebenen Skript daher meine eigene Textvariante gegenüber. Stippvisite oder Wunsch-Abo? zeigt, wie ich selbst über die aktuellen Angebote der Oper Leipzig geschrieben hätte.

Der Vier-Sterne-Text über LES MILLS BODYPUMP orientiert sich stark an der von LES MILLS veröffentlichten Kursbeschreibung. Sätze wurden anders angeordnet, Formulierungen wurden variiert. Auch zusätzliche Anmerkungen tauchen auf: alles in allem ausreichend, um die von Textbroker zwischengeschaltete Plagiatsprüfung zu bestehen. Doch Stil und Tonfall wirken allzu pauschal. Der Text spiegelt weder den vermeintlichen Auftraggeber noch seine Zielgruppe: ein fiktives Fitnessstudio und dessen Mitglieder. Sprachliche Mängel und Rechtschreibfehler tun ihr Übriges. Auch hier stelle ich meinen Kommentar und meine eigene Fassung Deine Muskeln müssen brennen! ein.

Man möge lesen und sich ein Urteil bilden. Für wenige Euro wären meine Beiträge nicht zu haben gewesen. Textbroker zumindest garantiert seinen Kunden Tiefstpreise und einen Überarbeitungsdurchgang. Ob meine beiden Autoren im zweiten Anlauf bessere Ergebnisse geliefert hätten? Das bleibt Spekulation.

Zwischen „Betrug“ und salonfähiger Dienstleistung: Ghostwriting

„Ghost|wri|ter, der: Autor, der für eine andere Person, meist eine bekannte Persönlichkeit, schreibt und nicht als Verfasser genannt wird ...
„Ghost|wri|ter, der: Autor, der für eine andere Person, meist eine bekannte Persönlichkeit, schreibt und nicht als Verfasser genannt wird.“ (Duden online)

Verwerfliches Ghostwriting, gebilligtes Ghostwriting


Ghostwriting gilt als unstatthaft und illegal: als Verstoß gegen wissenschaftliche Standards und als unverzeihliche Entwertung akademischer Titel. „Ist das Betrug? Unbedingt. Widerspricht das dem Sinn eines Studiums? Auf jeden Fall“, so Matthias Kohlmaier. Kohlmaier konzentriert sich auf die akademische Ghostwriter-Branche. Doch Hochschulabschlussarbeiten und Dissertationen sind nicht die einzigen Tätigkeitsfelder bezahlter Profiautoren. Ghostwriter verfassen gleichfalls Romane, Sachbücher, Biografien oder Reden. Sie werden von Managern, Politikern, Prominenten und völlig unbekannten Personen engagiert: von Menschen, denen die Zeit oder das Talent für ein eigenes Buch fehlt.

Ghostwriting: We have all secrets - akademisches Ghostwriting, Redenschreiber, Prominentenbiografien

Historisches


„Ghostwriter [g′oustraitǝ], in Amerika ungenannte Schriftsteller, die als Beruf Bücher und Reden für andere, bes. für Politiker, verfassen“, hieß es 1954 in der 16. Auflage des „Brockhaus“. Das war der erste deutsche Hinweis auf den Beruf des diskreten Auftragsschreibers überhaupt. Dabei reicht das Ghostwriting bis ins antike Griechenland zurück. Wortgewandte Autoren, die Manuskripte gegen Bezahlung lieferten, bezeichnete man damals als „Logografen“.

In der Antike ging es vor allem um Verteidigungsreden vor Gericht – im 18. und 19. Jahrhundert hingegen um Texte für Schriftsteller oder Politiker. In Frankreich ließen die Vielschreiber Eugène Sue und Alexandre Dumas père in regelrechten Schreibwerkstätten produzieren. Für ihre Ghostwriter waren Bezeichnungen wie „écrivain fantôme“ oder (deutlich abwertend) „negrè“ gebräuchlich. Und in den USA arbeitete schon der erste Präsident George Washington mit einem „Ghost“ zusammen: mit keinem Geringeren als Thomas Jefferson, später ebenfalls in Amt und Würden.

Ghostwriting für Politiker


Zugegeben, die Berufsangabe „Ghostwriter“ ist nicht ganz korrekt. Autoren, die für Politiker texten, heißen eigentlich „Redenschreiber“. In den USA stehen sie im Rampenlicht. David Frum und Marc Thiessen als enge Mitarbeiter von George W. Bush ebenso wie Jon Favreau und sein Nachfolger Cody Keenan im Büro von Barack Obama. Favreau beispielsweise begann 2005 als gerade Vierundzwanzigjähriger in Obamas Team und war bis 2013 als sein Redenschreiber tätig. Selbst namhafte deutsche Medien berichteten über den jungen „Chief Speechwriter“ im Weißen Haus.

Bei David Gill war dagegen von „Staatssekretär“ und bei Wolfram Stierle von „Planungschef“ die Rede – und erst am Rande von den Ghostwritern für den früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck. Und als das Bundespräsidialamt im März 2015 einen neuen Redenschreiber suchte, war das der Presse bestenfalls eine Randnotiz wert. Die Wochenzeitung DIE ZEIT beispielsweise veröffentlichte das nicht ganz ernst gemeinte Casting „Promis für den Präsidenten“. Für sachlich informierende Berichte ist die deutsche Medienlandschaft noch nicht bereit. Denn keiner unserer Politiker zeigt sich gerne mit seinem Ghostwriter: Hierzulande ist gang und gäbe, was der „Brockhaus“ vor Jahrzehnten für Amerika festhielt.

Ghostwriting für Menschen im Rampenlicht


Bei Autobiografien, Ratgebern und Sachbüchern von Prominenten funktioniert Ghostwriting ganz klassisch. Der Autor liefert einen spannenden Text und verschweigt seine Urheberschaft, der Auftraggeber zahlt und präsentiert das Buch unter seinem eigenen Namen. Mitunter allerdings führt er seinen Ghostwriter als nicht näher definierten Mitarbeiter an. Folgende kleine Bücherliste verrät, wer einen „Ghost“ beauftragt hat und wer als Co-Autor(in) Anerkennung findet:
  • Andre Agassi: „Open. An Autobiography.“ München, 2009. Nicht gekennzeichneter Ghostwriter: John Joseph Moehringer.
  • Boris Becker: „Augenblick, verweile doch ...“ München, 2003. Nicht gekennzeichnete Ghostwriter: Robert Lübenoff, Helmut Sorge.
  • Dieter Bohlen (mit Katja Kessler): „Nichts als die Wahrheit“ und „Hinter den Kulissen“. München, 2008 und 2003.
  • Gérard Depardieu: „Es hat sich so ergeben.“ Berlin, 2015. Nicht gekennzeichneter Ghostwriter: Lionel Duroy.
  • Heidi Klum (mit Alexandra Postman): „Heidi Klum – natürlich erfolgreich“. Frankfurt am Main, 2005.
  • Klaus Wowereit (mit Hajo Schumacher): „ ... und das ist auch gut so. Mein Leben für die Politik.“ Berlin, 2007.
  • Bettina Wulff (mit Nicole Maibaum): „Jenseits des Protokolls“. München, 2012.
Dass Bücher von Prominenten auf Interviews beruhen und Textprofis den Inhalt in Form bringen, ist ebenfalls keine Seltenheit. Auch Lektoren (nicht nur die von Prominenten-Biografien) greifen in Texte ein. Auf Kundenwunsch verbessern sie den Ausdruck, verändern Argumentationslinien und ergänzen Inhalte. Die Grenzen zum klassischen Ghostwriting verlaufen fließend, und selbst „echtes“ Ghostwriting ist keineswegs Betrug. Was der Gesetzgeber sagt, ist Thema meines Interviews mit Rechtsanwalt Olaf Werner.

Sprache in Bewegung: Dynamische Entwicklungen statt Sprachverfall und Sprachverdruss

Unsere Sprache wandelt sich. Neue Wörter gehen in die Alltagssprache ein, andere Wörter geraten in Vergessenheit. Wieder andere Wörter bekommen neue Bedeutungen eingeschrieben. Und auch Satzbau und Grammatik ändern sich beständig. Klagen über den Verfall der deutschen Sprache ...
Unsere Sprache wandelt sich. Neue Wörter gehen in die Alltagssprache ein, andere Wörter geraten in Vergessenheit. Wieder andere Wörter bekommen neue Bedeutungen eingeschrieben. Und auch Satzbau und Grammatik ändern sich beständig. Klagen über den Verfall der deutschen Sprache sind nicht weit – tatsächlich aber erweist sich unsere Sprache als schätzenswertes System voller Spielraum und Kreativität.

Neue Wörter und Wortbedeutungen


Sprachliche Neuschöpfungen sind praktische Notwendigkeiten. Sogenannte Neologismen entstehen, wo Bezeichnungen für neue Dinge, Umstände oder Sachverhalte gesucht und gefunden werden. Zahlreiche solcher Wörter gehen in den allgemeinen Sprachgebrauch ein. So haben sich Begriffe wie Shitstorm, Crowdfunding, Onlinerecherche, SEO oder Spam fest in unserem Wortschatz behauptet.

Auch soziale Gruppen prägen neue Ausdrücke: Partei- und Gewerkschaftsmitglieder ebenso wie Angehörige bestimmter Berufsgruppen und Jugendliche. Namentlich die Jugendsprache, meinen viele, treibe den Sprachverfall voran. Doch Kritiker vergessen, dass ursprünglich zur Jugendsprache gehörende Wörter längst in aller Munde sind: chillen, checken und shoppen, abfackeln, dissen oder pimpen. Kritiker vergessen ebenfalls, dass Jugendslang neue Wortbedeutungen in unserer Alltagssprache verankert. „Klarmachen“ beispielsweise heißt eigentlich, etwas verdeutlichen. Nach anfänglicher Abwandlung unter Jugendlichen steht das Verb nun gleichermaßen für „jemanden herumkriegen“. Etwas kassieren wiederum bedeutet heute nicht mehr nur, einen Geldbetrag einzuziehen: Es bedeutet auch, etwas Unangenehmes oder gar Schläge einstecken zu müssen.

Sprachwandel: Dynamische Entwicklungen statt Sprachverfall und Sprachverdruss

Veraltete und diskriminierende Wörter


Sprachwandel bedeutet nicht allein, dass neue Wörter in unser tägliches Sprechen und Schreiben eingehen. Sprachwandel heißt auch, dass bestimmte Begriffe immer seltener Verwendung finden. Diese sogenannten Archaismen werden kaum noch gebraucht, weil sie nicht mehr existierende oder nicht mehr zeitgemäße Dinge bezeichnen: Selbstwählferndienst, Diskette und Kassettenrekorder zum Beispiel. Oder weil sie schlicht altmodisch erscheinen. In diese Kategorie fallen Ausdrücke wie Barbier und Depesche, Katheder, Flegeljahre oder Leumund.

Wieder andere Wörter gelten als diskriminierend oder rassistisch. Sie verbieten sich je nach gesellschaftlicher Sensibilität für herabsetzende, beschämende oder verfälschende Formulierungen. So wird der Begriff „Neger“ als politisch inkorrekte Bezeichnung für Menschen mit schwarzer Hautfarbe gegeißelt. „Zigeuner“ steht als negativ aufgeladene Vokabel für Sinti und Roma in der Kritik. Und auch die Anrede „Fräulein“ stößt als verniedlichender, Frauen klein machender Ausdruck auf Ablehnung.

Verkürzte Sätze, funktionaler Satzbau


Sätze wie „Gestern war ich Disko“ oder „Geh ich lernen mit Freunden“ hören wir heute immer wieder. Sogenanntes Kiezdeutsch ist in Stadtvierteln mit hohem Migrantenanteil entstanden, wird aber von Jugendlichen aller Schichten gesprochen. Auch Kiezdeutsch gilt als handfeste Verschandelung unserer Sprache. Allerdings greift nahezu jeder von uns zu sprachlichen Verkürzungen und falscher Grammatik: Wir verzichten auf notwendige Artikel, Präpositionen oder Beugungsendungen. Die Feststellung „Ich habe Rücken“ ist zum Klassiker schlechthin geworden. Doch auch Formeln wie „kein Bock“ oder „auf Arbeit sein“ haben wir alle schon benutzt. Manche Aussagen kommen uns gar nicht mehr falsch vor. „Ich mache Abitur“ zum Beispiel: Nüchtern betrachtet verbirgt sich hinter dem ausgelassenen Artikel dasselbe Schema wie im Kiezdeutsch-Satz „Ich mach’ Ausbildung“.

Verkürzungen finden sich vor allem in gesprochenem Deutsch. Wir neigen dazu, nur tatsächlich Nötiges zu sagen. Aber auch im Schriftlichen machen Verknappungen durchaus Sinn. Je nach Textart eignen sie sich als effektive Stilmittel. Um einen umgangssprachlichen Ton anzuschlagen. Um prägnant auf den Punkt zu kommen. Oder um mit überraschenden, ironischen oder paradoxen Wendungen zu spielen.

Sprachentwicklung statt Sprachverfall


Sprachwandel bleibt nicht auf neu gebildete Wörter, kaum mehr verwendete Ausdrücke und verkürzte Formulierungen beschränkt. Es geht gleichfalls um Geschlechtergerechtigkeit. Aus Männern und Frauen bestehende Personengruppen wurden lange Zeit lediglich mit maskulinen Substantiven und Pronomen bezeichnet. Inzwischen macht die Sprache Frauen sichtbar: Idealerweise heißt es „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ statt lediglich „unsere Mitarbeiter“. Zudem behaupten sich weit über jugendliches Kiezdeutsch hinausreichende Neuerungen in Ausdruck und Satzbau. Und es gibt immer wieder neue Rechtschreibregeln. Als vorerst letzte Reform schlägt die Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung zu Buche: seit August 1998 gültig, dennoch aber mehrfach nachgebessert.

Die Rechtschreibreform ist auf Kritik gestoßen, gendergerechte Sprache provoziert ebenso wie Jugendslang. Neuerungen, so scheint es, haben keinen leichten Stand. Dabei sollten wir dankbar sein, dass uns ein ausgesprochen dynamisches Vokabular zur Verfügung steht. Dass sich unser Sprechen und Schreiben an kulturelle Rahmenbedingungen anpasst. Dass Sprache gesellschaftliche Prioritäten spiegelt. Und dass Veränderungen auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft und angewandt oder wieder verworfen werden. Sprache ist immer in Bewegung und wir alle tragen zu dieser Bewegung bei.

Bildnachweise

Foto „Regeln, Reformen und eine Institution in Sachen Rechtschreibung“: © Marco2811 / fotolia.com

Foto „Von neuer deutscher Rechtschreibung und italienischer Küche“: © Dani Vincek / fotolia.com

Foto „Arbeit am Text: Lektorat und Korrektorat“: © Lupo / pixelio.de

Foto „Qualitative Texte zu Dumpingpreisen?“: © Ryan McGuire / gratisography.com

Foto „Zwischen Betrug und salonfähiger Dienstleistung“: © grafikplusfoto / fotolia.com

Foto „Sprache in Bewegung“: © Rawpixel.com / fotolia.com