Zeitschriften

Wortschätze

Es gibt Sätze, die sich ins Gedächt­nis graben. Weil sie den Nerv der Zeit treffen und geschichts­trächtige Bedeutung erlangen. Weil sie Zusammen­halt stiften. Weil sie uns träumen lassen, verbind­liche Werte infrage stellen oder als prägnante Stil­blüten daher­kommen. Beständig wieder­holt und abge­wandelt, werden sie Teil unserer All­tags­kultur.

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“

Niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten: Das sagte Walter Ulbricht als amtierender Staats- und Partei­chef der DDR auf seiner Inter­nationalen Presse­konferenz vom 15. Juni 1961 in Berlin. Eine Jour­nalistin der Frank­furter Rund­schau hatte ihn gefragt, ob eine Staats­grenze am Branden­burger Tor...
Niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten: Das sagte Walter Ulbricht als amtierender Staats- und Partei­chef der DDR auf seiner Inter­nationalen Presse­konferenz vom 15. Juni 1961 in Berlin. Eine Jour­nalistin der Frank­furter Rund­schau hatte ihn gefragt, ob eine Staats­grenze am Branden­burger Tor errichtet werde und ob er ein solches Projekt konsequent durch­zusetzen gedenke. Knapp zwei Monate später begann die Abriegelung Ost-Berlins. Noch ehe es die Mauer über­haupt gab, prägte Ulb­richt einen Begriff für die Ewig­keit: ein Symbol für das geteilte Deutsch­land und für den Kalten Krieg. „Mauer“ schwingt als alle­gorische, emotionale und politisch aufge­ladene Vokabel in unserem Gedächt­nis. Sie bestimmt die Geschichte und Diskurse unseres Landes weit über den Mauer­fall und die Wieder­ver­einigung hinaus.

„Ich habe einen Traum“

„Ich habe einen Traum“ heißt eine Serie im ZEIT-Magazin des Hamburger Zeit­verlags Gerd Bucerius. Dort erzählen Künstler, Politiker und Promi­nente von ihren Träumen und Visionen. „Ich habe einen Traum“ titeln Sach­bücher und Rat­geber. Und auch in Lied­texten begegnet uns dieser Satz, der anklingen lässt...
„Ich habe einen Traum“ heißt eine Serie im ZEIT-Magazin des Hamburger Zeit­verlags Gerd Bucerius. Dort erzählen Künstler, Politiker und Promi­nente von ihren Träumen und Visionen. „Ich habe einen Traum“ titeln Sach­bücher und Rat­geber. Und auch in Lied­texten begegnet uns dieser Satz, der anklingen lässt, wie die Wirk­lich­keit sein könnte. Gesagt hat ihn ursprüng­lich der Bürger­rechtler Martin Luther King: am 23. August 1963 vor dem Washing­toner Lincoln Memorial und vor einer Viertel­million Menschen. King stand an der Spitze der Protest­bewegung wider die Rassentrennung. Ebenso frei und anerkannt zu sein wie weiße Ameri­kaner, das setzten sich schwarze Bevölkerungs­schichten zum Ziel. Tatsächlich erkämpften sie sich neue Bürger­rechts­gesetze – doch ein Miteinander ohne Alltags­diskriminierungen und Rassismus ist bis heute ein Traum geblieben.

Martin Luther Kings Ansprache in voller Länge lesen?
Ich habe einen Traum. Ansprache während des Marsches auf Washington für Arbeits­plätze und Freiheit, 23. August 1963.

„Mehr Demokratie wagen“

Um Deutschlands Zukunft ging es am 28. Oktober 1969 in der Regierungserklärung des neuen Bundeskanzlers Willy Brandt: um Freiheitsrechte, Wohlstand und internationale Anerkennung. Dafür, sagte der erste Sozialdemokrat im Amt, brauche es...
„Um Deutschlands Zukunft ging es am 28. Oktober 1969 in der Regierungserklärung des neuen Bundeskanzlers Willy Brandt: um Freiheitsrechte, Wohlstand und internationale Anerkennung. Dafür, sagte der erste Sozialdemokrat im Amt, brauche es „außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen. Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Brandt warb für Aufbruch und Reformpolitik, und wagen will die SPD mehr Demokratie bis heute. Mehr Bürgerbeteiligung und mehr Freiheit auch. Allerdings wird Brandts Leitsatz längst nicht mehr nur von Sozialdemokraten verwendet und abgewandelt. „Mehr Demokratie wagen“ heißt es bei der sozialliberalen Piratenpartei und bei der rechtskonservativen AfD. „Laßt uns mehr Freiheit wagen“ titelt hingegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung über Angela Merkel: ihres Zeichens Bundeskanzlerin und Vorsitzende der CDU. Selbst Bücher und Kampagnen ohne parteipolitische Inhalte setzen auf „Mehr Demokratie wagen“. Derlei Schlagzeilen besitzen Zugkraft, weil Willy Brandts Worte fest im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Umgekehrt tragen beständige Zitate und Variationen zu einer solchen Historizität bei.

„Blühende Landschaften“

Als am 1. Juli 1990 die Währungs-, Wirtschafts- und Sozial­union zwischen der Bundes­republik Deutsch­land und der DDR in Kraft trat und der damalige Kanzler Helmut Kohl zu seiner Fern­seh­ansprache ansetzte, nahm ein geflügeltes Wort seinen Ursprung. Von gemein­samen Anstren­gungen sprach...
Als am 1. Juli 1990 die Währungs-, Wirtschafts- und Sozial­union zwischen der Bundes­republik Deutsch­land und der DDR in Kraft trat und der damalige Kanzler Helmut Kohl zu seiner Fern­seh­ansprache ansetzte, nahm ein geflügeltes Wort seinen Ursprung. Von gemein­samen Anstren­gungen sprach der Regierungs­chef, durch die es gelingen werde, „Mecklen­burg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Branden­burg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Land­schaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.“ Prügel über Prügel bezog Helmut Kohl für dieses Versprechen in der schwierigen Nach­wende­zeit. Doch er verhalf Deutsch­land zu einer einpräg­samen Metapher für jene Jahre – und Land­kreisen, Land­schafts­gestaltern und ökolo­gischen Netz­werken zu einem griffigen Werbe­slogan.

Helmut Kohls Ansprache in voller Länge lesen?
Fern­seh­ansprache anlässlich des Inkraft­tretens der Währungs-, Wirt­schafts- und Sozial­union, 1. Juli 1990.

„Da werden Sie geholfen!“

Die Dativschwäche ist eine heikle Sache. Sagt Ihnen ein Kollege, er sei im Telefon­gespräch verwickelt gewesen, dann stellen Sie sich das bitte bild­lich vor. Umge­kehrtes – kein Dativ, wo er eigent­lich hingehört – bietet ähn­liches Kopf­kino. „Da werden Sie geholfen“: So wirbt das damals...
Die Dativschwäche ist eine heikle Sache. Sagt Ihnen ein Kollege, er sei im Telefon­gespräch verwickelt gewesen, dann stellen Sie sich das bitte bild­lich vor. Umge­kehrtes – kein Dativ, wo er eigent­lich hingehört – bietet ähn­liches Kopf­kino. „Da werden Sie geholfen“: So wirbt das damals unter dem Namen Feld­busch bekannte Promi-Stern­chen Verona Pooth für den Informations­dienst­leister telegate und seine Telefon­auskunft 11 88 0. Der von der Düssel­dorfer Werbe­agentur Melzer­company entwickelte Satz aus dem Jahr 1998 spielt mit Frau Pooths Dummchen-Image. Und bietet so manchen Denk­anstoß. Schließ­lich verlangt das Tätig­keits­verb „helfen“ das Aktiv und den Dativ. Es passiv zu gebrauchen, führt seinen Sinn ad absurdum. Ein Kommunikations­unternehmen, das Service und Hilfe grammati­kalisch ins Gegen­teil verkehrt? Nun ja. Kult ist er trotzdem geworden, dieser haar­sträubend inkorrekte Slogan. Falsches Deutsch zieht immer in der Werbung.

„Ich bin schwul – und das ist auch gut so“

Am 10. Juni 2001, auf dem Sonder­partei­tag der Berliner SPD, tritt Klaus Wowereit als Spitzen­kandidat für das Amt des Regierenden Bürger­meisters ans Redne­rpult. Er schließt mit einem Pauken­schlag: „Damit auch keine Irri­tationen hoch­kommen, liebe Genossinnen und Genossen; ich sag’s euch...
Am 10. Juni 2001, auf dem Sonder­partei­tag der Berliner SPD, tritt Klaus Wowereit als Spitzen­kandidat für das Amt des Regierenden Bürger­meisters ans Redner­pult. Er schließt mit einem Pauken­schlag: „Damit auch keine Irri­tationen hoch­kommen, liebe Genossinnen und Genossen; ich sag’s euch auch, und wer’s noch nicht gewusst hat: Ich bin schwul – und das ist auch gut so!“ Worte, die ganz neu abstecken, wie diskret Politiker sein müssen und wie offen sie sein dürfen. Worte, die homo­sexuellen Kollegen Türen öffnen. Und Worte, die starre Regeln um Sexu­alität, Männ­lichkeit und öffent­liche Reprä­sentanz auf den Prüfstand stellen.

Weiterlesen?
Andreas Heil­mann: „Normalität auf Bewährung. Outings in der Politik und die Kon­struktion homosexueller Männlichkeit.“ Erschienen im Biele­felder trans­cript Verlag.

„Sie steigen in den Haup­tbahnhof ein ...“

Politiker sind von Berufs wegen redegewandt. Sie strahlen Souveränität aus, machen komplexe Sach­verhalte verständ­lich und begeistern die Massen. Rhetorik-Coaches sorgen dafür, dass sie sich klar und über­zeugend aus­drücken. Doch Aus­nahmen bestätigen die Regel. In diesem Fall heißt die Ausnahme...

Politiker sind von Berufs wegen redegewandt. Sie strahlen Souveränität aus, machen komplexe Sach­verhalte verständ­lich und begeistern die Massen. Rhetorik-Coaches sorgen dafür, dass sie sich klar und über­zeugend aus­drücken. Doch Aus­nahmen bestätigen die Regel. In diesem Fall heißt die Aus­nahme Edmund Stoiber. Der frühere bayerische Minister­präsident hat Deutsch­land mit haar­sträubenden Stil­blüten und uferlosen Satz­ungetümen beglückt – unter anderem mit seiner Trans­rapid-Rede vom 21. Januar 2002. Stoiber warb für sein Prestige­objekt, eine Magnet­schwebe­bahn vom Münchner Haupt­bahn­hof zum Flug­hafen. Und zwar so:

„Wenn Sie vom Haupt­bahn­hof in München ... mit zehn Minuten, ohne dass Sie am Flug­hafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flug­hafen ... am ... am Haupt­bahn­hof in München starten Sie Ihren Flug. Zehn Minuten. Schauen Sie sich mal die großen Flug­häfen an, wenn Sie in Heathrow in London oder sonst wo, meine sehr ... äh, Charles de Gaulle in Frank­reich oder in ... in ... in Rom.
Wenn Sie sich mal die Ent­fernungen ansehen, wenn Sie Frank­furt sich ansehen, dann werden Sie feststellen, dass zehn Minuten Sie jeder­zeit locker in Frank­furt brauchen, um Ihr Gate zu finden. Wenn Sie vom Flug ... vom ... vom Haupt­bahn­hof starten – Sie steigen in den Haupt­bahn­hof ein, Sie fahren mit dem Trans­rapid in zehn Minuten an den Flug­hafen in ... an den Flug­hafen Franz Josef Strauß. Dann starten Sie praktisch hier am Haupt­bahn­hof in München. Das bedeutet natürlich, dass der Haupt­bahn­hof im Grunde genommen näher an Bayern ... an die bayerischen Städte heranwächst, weil das ja klar ist, weil auf dem Haupt­bahn­hof viele Linien aus Bayern zusammen­laufen.“

Ich beglück­wünsche jeden, der versteht, was Stoiber sagen wollte. Gebaut wurde seine Hoch­geschwindigkeits­strasse übrigens nicht.

„Wir sind Papst!“

Mit „Wir sind Papst“ kommentierte die BILD-Zeitung am 20. April 2005 die Wahl Joseph Kardinal Ratzingers zum neuen Papst Benedikt XVI. – des ersten Deutschen auf dem Heiligen Stuhl seit 482 Jahren. Über Nacht entstand Verbunden­heit zwischen Küste und Alpen, zwischen Oder und Rhein...
Mit „Wir sind Papst“ kommentierte die BILD-Zeitung am 20. April 2005 die Wahl Joseph Kardinal Ratzingers zum neuen Papst Benedikt XVI. – des ersten Deutschen auf dem Heiligen Stuhl seit 482 Jahren. Über Nacht entstand Verbunden­heit zwischen Küste und Alpen, zwischen Oder und Rhein. Alle Kritik an der Kirche stand zurück im Über­schwang der Begei­sterung. Gedanken­spiele wurden möglich, wollte man die BILD ernst nehmen. Denn wenn wir alle Papst waren, mussten wir wohl fürs Erste zölibatär leben. Dafür konnten wir im Vatikan residieren. Selbst Atheisten und Frauen durften den sonst so zuge­knöpften römisch-katholischen Männer­bund durch­einander­wirbeln. Danke für diese Schlag­zeile!

„Spätrömische Dekadenz“

Gesagt hat’s Guido Wester­welle. „Wer dem Volk anstrengungs­losen Wohl­stand verspricht, lädt zu spät­römischer Deka­denz ein. An einem solchen Denken kann Deut­schland scheitern“, hieß es am 11. Februar 2010 in seinem Gast­kommentar in der Tages­zeitung DIE WELT. Der frühere Vize­kanzler...
Gesagt hat’s Guido Wester­welle. „Wer dem Volk anstrengungs­losen Wohl­stand verspricht, lädt zu spät­römischer Deka­denz ein. An einem solchen Denken kann Deut­schland scheitern“, hieß es am 11. Februar 2010 in seinem Gast­kommentar in der Tages­zeitung DIE WELT. Der frühere Vize­kanzler und FDP-Vorsitzende wetterte gegen allzu selbst­verständliche Sozial­leistungen (konkret: gegen höhere Hartz-IV-Sätze) und mobilisierte die Massen. Ein empörter Aufschrei ging durch Medien und Wohl­fahrts­verbände, Zuspruch ging unter im Sturm des Protests. Das Image der FDP litt – aber wir verdanken Guido Wester­welle Assozia­tionen noch und noch. Orgien in der Unter­schicht und unver­dienter Schampus für arbeits­unwillige Faulenzer? Kein Wunder, dass die Formel „spät­römische Dekadenz“ weit über seine poli­tische Lauf­bahn hinaus an ihm kleben bleibt.

Guido Wester­welles Beitrag in voller Länge lesen?
Vergesst die Mitte nicht. Gast­kommentar in DIE WELT, 11. Februar 2010.

„Der Islam gehört zu Deutschland“

Es ging um unsere gemein­same Geschichte, um Zusammen­halt und Soli­darität in der Rede des ehe­maligen Bundes­präsidenten Christian Wulff zum 20. Jahres­tag der Deut­schen Ein­heit: um das, worüber Poli­tiker zu solchen Anlässen immer reden. Doch wenige Worte an diesem 3. Oktober 2010...
Es ging um unsere gemein­same Geschichte, um Zusammen­halt und Soli­darität in der Rede des ehe­maligen Bundes­präsidenten Christian Wulff zum 20. Jahres­tag der Deut­schen Ein­heit: um das, worüber Poli­tiker zu solchen Anlässen immer reden. Doch wenige Worte an diesem 3. Oktober 2010 lösten heftige Reaktionen aus: „Das Christen­tum gehört zweifels­frei zu Deutsch­land. Das Juden­tum gehört zweifels­frei zu Deutsch­land. Das ist unsere christ­lich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutsch­land.“ Dieser Satz bleibt auch nach seinem unrühm­lichen Abgang mit Christian Wulff verbunden. Denn er deutet auf mehr als auf das tolerante Mit­einander der Reli­gionen. Wulffs Worte schließen Arbeits­migranten und hoch­gebildete Muslime in unserer deut­schen Mitte, das Kopf­tuch­verbot und selbst Anti-Islam-Proteste ein. Auch mit den Ende 2014 auf­lebenden „Bünd­nissen Patriotischer Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – besser bekannt als PEGIDA – ist der Islam in Deut­schland angekommen.

Christian Wulffs Rede in voller Länge lesen?
„Vielfalt schätzen – Zusammen­halt fördern“. Rede zum 20. Jahrestag der Deut­schen Einheit. Bremen, 3. Oktober 2010.

„Wir schaffen das!“

Am 31. August 2015 gab Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer Sommerpressekonferenz ein klares Versprechen: „Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft...
Am 31. August 2015 gab Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer Sommerpressekonferenz ein klares Versprechen: „Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ In diesem Sommer waren mehr und mehr Flüchtlinge eingereist. Mitte August sprach das Bundesinnenministerium von annähernd 800.000 Asylsuchenden: aus dem Bürgerkriegsgebiet Syrien, aus Afghanistan oder aus dem Irak. Deutschland, versicherte die Kanzlerin, könne allen Verwaltungsaufwand und alle Kosten für Unterbringung, Versorgung und Integration stemmen. Fortan wird sie an ihrem „Wir schaffen das!“ gemessen. Ihr Satz spiegelt deutsche Befindlichkeiten angesichts steigender Flüchtlingszahlen. „Schaffen wir das wirklich?“ fragen Journalisten. Und „Nein, wir schaffen das nicht“ ist allenthalben zu lesen. Angela Merkels Bekenntnis zu offenen Grenzen stieß (und stößt) auch unter Bundes- und Landespolitikern auf Widerstand – und gerät zur Bewährungsprobe ihrer Kanzlerschaft. Ob sie an ihrer Flüchtlingspolitik scheitert, bleibt vorerst offen.